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Nachtschreck und Alpträume: Das ist der Unterschied


Bild: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Alpträume werden von Kindern wie Erwachsenen häufig als bedrohlich empfunden und können sogar tagsüber nachwirken und die Stimmung belasten. Im Unterschied dazu gibt es den «Pavor nocturnus», ein nächtliches Aufschrecken aus dem Tiefschlaf: «Die betroffene Person kann sich meist nur an einzelne bedrohliche Bilder erinnern, und wenn sie weiterschläft, ist das nächtliche Geschehen komplett aus dem Gedächtnis verschwunden», sagt Schlafforscher Professor Michael Schredl, Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim. 

Das auch als Nachtschreck bekannte Phänomen kommt besonders häufig bei Kindern vor, als typisches Alter gilt die Phase zwischen zwei und sechs Jahren. Wie das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf der Webseite «Kindergesundheit-info.de» informiert, tritt der Nachtschreck meist in den ersten zwei bis drei Stunden nach dem Einschlafen auf.

Kurz und heftig - aber in der Regel harmlos

Oft schreien Kinder etwa panisch und weinen dann laut, haben teils die Augen geöffnet, sind aber gar nicht richtig wach oder ansprechbar. Eltern finden ihr Kind womöglich schweißgebadet, heftig atmend und mit rasendem Puls in seinem Bett sitzend vor. Was vielen Müttern und Vätern Angst macht: Beruhigungsversuche bringen nichts oder bewirken sogar das Gegenteil. Manche Kinder beginnen um sich zu schlagen oder stoßen die Eltern weg, wenn sie versuchen, ihr Kind wie gewohnt in den Arm zu nehmen oder anderweitig zu trösten.

Das Ungewöhnliche am Nachtschreck: Nach einigen Minuten ist alles plötzlich vorbei. Das Kind schläft oft rasch wieder ein, als wäre nichts gewesen. Am nächsten Morgen kann sich das Kind an nichts erinnern. Ein Nachtschreck ist demnach «völlig harmlos und hat nichts mit Albträumen zu tun», heißt es vom BIÖG.

Ursachen können neben einer familiären Veranlagung auch Fieber oder Schlafmangel sein. Eltern können den Informationen zufolge lediglich abwarten, bis das Kind sich wieder beruhigt hat, und darauf achten, dass sich ihr Kind bis dahin nicht verletzt. Tritt der Nachtschreck allerdings besonders häufig auf oder wird als stark belastend empfunden, ist es ratsam, sich an die Kinderarztpraxis zu wenden.


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(23.07.2026)


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